
Am 1. Oktober ist Weltbrustkrebstag – Mit Ausdauertraining und Lymphdrainage den Körper stärken und Brustkrebs vorbeugen
Am 1. Oktober ist Weltbrustkrebstag, ein guter Anlass, Ihre persönliche Vorsorge zu prüfen, unsere Informationsangebote wahrzunehmen oder eine Teilnahme bei unseren lokalen Aktionen zu erwägen. Im Oktober informieren die VITA Gesundheitszentren unter dem Motto „VITA denkt Pink“ über Möglichkeiten, durch Ausdauertraining und Maßnahmen wie Lymphdrainagen Krebserkrankungen vorzubeugen. Lassen Sie sich von Experten beraten und ein individuelles Fitness-Programm erstellen, denn ein trainierter Körper ist die beste Krebsvorbeugung.
Regelmäßige Bewegung zählt zu den wirksamsten niedrigschwelligen Maßnahmen, um die eigene Gesundheit langfristig zu stärken. Ein Ausdauertraining verbessert die Herz‑Kreislauf‑Funktion, den Stoffwechsel und die Immunregulation – Faktoren, die auch für die Krebsprävention bedeutsam sind. Ergänzend kann eine von Experten angeleitete Lymphdrainage – genauer, eine manuelle Lymphdrainage – helfen, Beschwerden rund um das Lymphsystem zu lindern, etwa bei Lymphödemen nach Operationen oder Bestrahlungen. Wichtig ist dabei eine klare Einordnung: Lymphdrainage ist keine Methode, um Krebs „wegzudrainieren“, sie kann jedoch Lebensqualität und Beweglichkeit unterstützen und damit indirekt den Weg zu einem aktiven Lebensstil erleichtern.
Bewegung als Präventionsfaktor – was die Daten nahelegen
Expertinnen und Experten schätzen, dass im Jahr 2018 in Deutschland etwa 6 von 100 Krebsneuerkrankungen der 35‑ bis 84‑Jährigen auf geringe körperliche Aktivität zurückzuführen waren. Diese Zahl unterstreicht, dass körperliche Inaktivität kein Randthema ist. Zahlreiche epidemiologische Studien zeigen zudem: Sport und Bewegung sind wichtig zur Vorbeugung von Krebs – Menschen, die sich regelmäßig bewegen, senken ihr Risiko für einige der häufigsten Krebsarten.
Für Brustkrebs gilt: Ein aktiver Lebensstil steht in vielen Untersuchungen mit einem geringeren Erkrankungsrisiko in Zusammenhang, insbesondere nach der Menopause. Auch bei anderen Krebserkrankungen spielt Bewegung eine Rolle, vor allem über die Wirkung auf Körpergewicht, Insulinresistenz und Fettlebererkrankungen.
Warum gerade Ausdauertraining?
Ausdauertraining – etwa zügiges Gehen, Radfahren, Schwimmen oder Joggen – wirkt auf mehreren Ebenen:
1) Gewicht und Körperfett: Übergewicht, insbesondere viszerales Bauchfett, ist mit chronischer Entzündung und hormonellen Veränderungen verbunden. Beides kann Krebsrisiken erhöhen. Ausdauertraining hilft, Körpergewicht zu stabilisieren und Fettmasse zu reduzieren.
2) Blutzucker und Insulin: Regelmäßige Ausdauerbelastung verbessert die Insulinsensitivität. Hohe Insulinspiegel und metabolische Störungen stehen mit mehreren Krebsarten in Verbindung.
3) Entzündungs- und Immunprozesse: Moderate, regelmäßige Bewegung kann entzündliche Marker senken und die Immunüberwachung positiv beeinflussen.
4) Beispiel Lebergesundheit: Bei der nicht‑alkoholischen Fettleber – einem wichtigen Risikofaktor für Leberfibrose und Leberkrebs – verbessern Ausdauertraining und Gewichtsreduktion Leberfett und Stoffwechselwerte.
Wie viel Ausdauertraining ist sinnvoll?
Für Erwachsene gelten als praxisnahe Orientierung häufig Empfehlungen im Bereich von 150 bis 300 Minuten moderater Ausdaueraktivität pro Woche oder 75 bis 150 Minuten intensiver Aktivität. Entscheidend ist die Regelmäßigkeit. Wenn Sie aktuell wenig aktiv sind, starten Sie mit 10 bis 15 Minuten zügigem Gehen am Tag. Steigern Sie Dauer und Tempo über mehrere Wochen.
Beispiele für moderate Intensität: Sie kommen leicht ins Schwitzen, können sich aber noch unterhalten. Intensive Intensität: Sie sind deutlich außer Atem; Sprechen ist nur in kurzen Sätzen möglich.
Ergänzend ist muskelkräftigendes Training an zwei Tagen pro Woche sinnvoll – nicht als „Bodybuilding“, sondern zur Stabilisierung, besseren Haltung und Verletzungsprophylaxe. Ein stabiler Bewegungsapparat erleichtert es Ihnen, Ausdauertraining dauerhaft umzusetzen.
Spezifische Perspektive: Brustkrebs
Brustkrebs ist in Deutschland eine der häufigsten Krebsdiagnosen bei Frauen. Prävention bedeutet hier vor allem: Alle Risikofaktoren beeinflussen, die beeinflussbar sind – und Früherkennung ernst nehmen:
– Bewegung und Gewicht: Ausdauertraining unterstützt ein gesundes Körpergewicht und kann den Hormonstoffwechsel günstig beeinflussen.
– Alkoholkonsum: Alkohol erhöht das Brustkrebsrisiko; je weniger, desto besser.
– Früherkennung: Nehmen Sie alters- und risikogerechte Screening‑Angebote wahr und klären Sie familiäre Risiken ärztlich ab.
Behandlungsmaßnahme Lymphdrainage: Wann sie sinnvoll ist – und was sie leisten kann:
Die Manuelle Lymphdrainage (MLD) ist eine spezielle physiotherapeutische Technik, die den Abfluss von Lymphflüssigkeit fördern und Schwellungen reduzieren soll. Besonders relevant ist sie bei Lymphödemen, die z. B. nach Brustkrebsoperationen mit Lymphknotenentfernung oder nach Bestrahlung auftreten können.
Was Patientinnen häufig als Gewinn erleben:
– weniger Spannungsgefühl und Schwere,
– bessere Beweglichkeit (z. B. Schulter/Arm),
– Unterstützung bei der Hautpflege und im Umgang mit Kompressionsversorgung,
– bessere Voraussetzungen, um wieder regelmäßig zu trainieren.
Wichtig: Lymphdrainage ersetzt keine ärztliche Abklärung. Bei akuten Entzündungen, Fieber, unklaren Schwellungen, akuter Thrombose oder schwerer Herzinsuffizienz ist sie in der Regel kontraindiziert bzw. nur nach strenger medizinischer Prüfung möglich.
Bewegung und Gewicht: ein praktischer Wochenplan
– 3 × pro Woche 30 Minuten zügiges Gehen oder Radfahren (moderate Intensität)
– 1 × pro Woche längere Einheit 45 bis 60 Minuten (ruhiger, aber kontinuierlicher Rhythmus)
– täglich 5 bis 10 Minuten Beweglichkeit/Dehnung für Schultern, Brustwirbelsäule und Hüfte
– bei Lymphödem‑Neigung: Kompression nach ärztlicher/therapeutischer Empfehlung, Hautpflege, langsame Belastungssteigerung
Der Oktober ist ein guter Monat, mit der Krebsvorsorge ernst zu machen
Nutzen Sie den Weltbrustkrebstag am 1. Oktober 2026 als Anlass, Ihre persönliche Vorsorge zu prüfen, unsere Informationsangebote wahrzunehmen oder eine Teilnahme bei unseren lokalen Aktionen zu erwägen. Die Experten in den VITA-Zentren haben in diesem Monat eine ganze Reihe von Aktionen rund um das Thema „Fit gegen den Krebs“ im Programm. Informieren Sie sich bei Ihrem VITA Zentrum vor Ort oder rufen Sie dort an und fragen Sie nach der Aktion „Fit gegen den Krebs“. Auch der Aktionstag für metastasierten Brustkrebs am 13. Oktober 2026 erinnert daran, dass fortgeschrittene Erkrankungen besondere medizinische und psychosoziale Unterstützung benötigen – hier können ebenfalls Bewegungstherapie und Reha‑Sport, individuell angepasst, wichtige Begleiter sein.
Zusammenfassung
Ausdauertraining ist ein zentraler Hebel, um den Körper ganzheitlich zu stärken und das Risiko für verschiedene Krebsarten – darunter Brustkrebs – zu senken. Lymphdrainage kann dort unterstützen, wo das Lymphsystem belastet ist, etwa nach Brustkrebsbehandlungen, und damit den Wiedereinstieg in Bewegung erleichtern. Nutzen Sie den Oktober mit den Aktionstagen für einen Beratungstermin bei den Spezialisten im VITA-Therapiezentrum in Ihrer Nähe. Hier finden Sie Expertinnen und Experten für Vorsorge, Training und Therapie mit physiotherapeutischer, ergotherapeutischer, osteopathischer, Reha- und ernährungsmedizinischer Ausbildung.