VITA Gesundheit

Funktionalität durch Stabilität…oder: wie Sie mit Ihrem Training mehr erreichen!

By 15. November 2021November 25th, 2021No Comments

Rückenschmerzen…

sind nicht erst seit Hape Kerkelings Auftritt bei ‚Wer wird Millionär‘ zum Volksleiden Nummer 1geworden.

Beinahe jeder kennt Sie, doch die wenigsten tun aktiv etwas dagegen. Meistens fehlt einem die Zeit oder man hat gerade keine Lust oder man wollte ja gerade fernsehen oder oder oder…. Und wenn dann doch etwas getan wird, dann oftmals nicht effektiv, weil zur Kräftigung des Rückens die falschen Reize gesetzt werden. Beim herkömmlichen Gerätetraining´ wird beispielsweise nur eindimensional gearbeitet und der Körper ist häufig zusätzlich durch eine Lehne oder Brustpolster stabilisiert. Durch das Bewegen eines Gewichtes von vorne nach hinten oder von oben nach unten, wird folglich auch nur ein Muskel bzw. eine Muskelgruppe gekräftigt. Da der Alltag aber dreidimensional abläuft, erscheint es also sinnvoll, auch diesen Aspekt mit in das Training einfließen zulassen. Instabilität ist hier das Zauberwort.

Denn nur wenn der Körper instabil ist, wird die tiefliegende Muskulatur aufgefordert, über Verschaltungsprozesse zwischen dem muskulären und neuralem System, den Körper zu stabilisieren und zu schützen. Es gilt also, auch diesen ‚Verschaltungsprozess‘ im Training für einen gesunden Rücken zu berücksichtigen. Im Folgenden werden 3 Übungen vorgestellt, die diesen Aspekt berücksichtigen und zur Nachahmung empfohlen werden.

Diese Übungen sind natürlich nur Beispiele und sollen als Anregungen dienen ihren Rückeneffektiv zu kräftigen. Die benötigten Hilfsmittel liegen im Studio für Sie bereit. Sollten Sie Fragen und/ oder Interesse haben, sprechen Sie mit einem unserer Physiotherapeuten.

Übung 1:

Diese Übung ist eine Abwandlung der klassischen Sit-Ups, d.h. die Schultern und der Kopf werden vom Ball abgehoben und kontrolliert wieder zurück in die Ausgangsposition gebracht. Die Instabilisierung erfolgt durch die Ausführung auf dem Pezziball. Durch die Rolleigenschaft des Balls, werden die tiefliegenden Muskeln weitaus mehr beansprucht und der Trainingsreiz wird deutlich gesteigert. Ein Zusammenstellen der Beine (also eine Verringerung der Standfläche) erschwert die Übung zusätzlich. Während der Übungsdurchführung sollte ein Hohlkreuz vermieden werden.

Übung 2:

Diese Rückenübung findet ihren Reiz ebenfalls durch die Hinzunahme des Pezziballs. Der Rumpf wird kontrolliert vom Boden abgehoben und wieder abgelegt. Auch hierbei wird die tiefliegende Muskulatur aufgefordert reaktiv den Rumpf zu stabilisieren. Als Variation können die Arme in der gehaltenen Brücke zusätzlich neben dem Körper bewegt werden. Durch die auftretende Gewichtsverlagerung (Steigerung durch Hinzunahme von leichten Hanteln) wird ein weiterer Trainingsreiz gesetzt.

Übung 3:

Der sogenannte 4-Füßler-Stand kann ebenfalls durch einfache Hilfsmittel erschwert werden. Bei dieser Übung wird mit einer Hand ein Gewicht diagonal (von hinten links nach vorne rechts oder andersrum) bewegt, während der Körper durch den Stütz auf einem Gymnastikball in stabilisiert wird und sich folglich stabilisieren muss. Der Ellbogen des Stützarms sollte bei der Übungsdurchführung leicht gebeugt bleiben.


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